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Ko-Direktorin
Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht Westring 400, 24098 Kiel
Sekretariat: Marianne Nilsson |
Prof. Dr. Kerstin Odendahl wurde in Hamburg geboren und wuchs in Mexiko-City auf. Nach dem Abitur in Leverkusen studierte sie Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem Institut d‘Etudes Politiques Aix-en-Provence und der Universität Trier. Dem Erwerb des „Certificat d‘Etudes Politiques“ in Aix-en-Provence 1991 folgte 1994 das Erste Juristische Staatsexamen in Trier. Im Anschluss arbeitete Kerstin Odendahl als Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio und Prof. Dr. Gerhard Robbers. 1997 wurde sie mit der Arbeit „Die Umweltpflichtigkeit der Souveränität“ in Trier promoviert.
Von 1996 bis 1998 absolvierte Kerstin Odendahl den Juristischen Vorbereitungsdienst in Cottbus und legte dort 1998 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Zwischen 1998 und 2000 arbeitete sie in Berlin, wo sie im Auftrag der drei Berliner Universitäten den interdisziplinären Postgraduiertenstudiengang „Europawissenschaften“ aufbaute und koordinierte. Im Jahr 2000 wechselte sie nach Trier, um sich als Leiterin eines DFG-Projekts für Nachwuchswissenschaftler der Habilitation zu widmen. Diese erfolgte im Februar 2004 auf Grundlage der Schrift „Kulturgüterschutz. Entwicklung, Struktur und Dogmatik eines ebenenübergreifenden Normensystems“. Ihr wurde die venia legendi für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht verliehen.
Im Oktober 2004 übernahm Kerstin Odendahl nach einem Ruf im April 2004 den Lehrstuhl für Völker- und Europarecht an der Universität St. Gallen, Schweiz. Dort wurde sie 2007 zur Vize-Dekanin und 2009 zur Dekanin der Juristischen Fakultät gewählt. Im Februar 2010 erhielt sie einen Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, den sie im Mai 2010 annahm. Der Ruf erfolgte mit Unterstützung des Programms „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“, das die German Scholars Organization im Auftrag der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durchführt. Seit dem 1. Februar 2011 ist Kerstin Odendahl Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Völkerrecht, Europarecht und Allgemeine Staatslehre sowie Ko-Direktorin des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht.
Kerstin Odendahl war von 2005 bis 2008 neben ihrer Professur in St. Gallen Programmbeauftragte der Hague Academy for International Law, wo sie die „Seminars for Advanced Studies“ organisierte und leitete. Gastprofessuren führten sie an die Université Paris I - Panthéon Sorbonne (2005), das Georgetown University Law Center, Washington D.C. (2007), die Universidad de Oviedo (2008) und die Karl-Franzens-Universität Graz (2010). Seit 2009 hat sie eine ständige Gastprofessur für Völkerrecht an der Paris-Sorbonne University Abu Dhabi inne.
Die Forschungsschwerpunkte von Kerstin Odendahl liegen bei den Grundlagen des Völker- und Europarechts sowie dem internationalen Umwelt,- Kultur- und Sicherheitsrecht.